„dass Auschwitz nie wieder sei“

Das ARD-Video mit dem Kommentar von Anja Reschke zum gestrigen Holocaust-Gedenktag wurde heute auf meiner (privaten) Facebookseite von so vielen so verschiedenen Menschen geteilt, dass es für mich heute mehr als „nur privat“ ist.

Der Kommentar von Anja Reschke beeindruckt mich und berührt mich in meiner Idee vom Anderland. Adornos Diktum „dass Auschwitz nie wieder sei“ als allererste Forderung an Erziehung (und ich möchte ergänzen: an jeden förderlichen Umgang mit Menschen) bewegt mich in meinen verschiedenen Arbeitsbereichen, ist vielleicht sogar meine unbewusst mitlaufende Grundmotivation: Menschen zu unterstützen im Widerstand gegen menschenverachtende Strukturen und Verhaltensweisen; das stete Ringen darum, menschliche Würde und Integrität zu bewahren, zu schützen, im Angesicht diverser „Marktgängigkeit“… 


Ich beziehe meine Identität nicht aus der Scham über die „in ihrer Abartigkeit so einzigartigen“ Verbrechen – wohl aber ist die trauernde Erinnerung an die über 6 Millionen jüdischer Menschen, an die abertausenden Menschen mit Behinderung, die Homosexuellen, die Sinti und Roma, an diese gewaltsam in ihrer wunderbaren Einzigartigkeit und unantastbaren Gültigkeit geschändeten Lebensgeschichten wesentlicher Teil meiner Identität, prägt meine Werte und – so hoffe ich – mein Handeln.

Und das ist (nicht nur) privat.

 

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