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Rote Rosen für die Königin

jule konrad - für mich solls rote rosen regnen - quadratDa ist er wieder, mein Hang zu archetypischen Metaphern, zu Wortbildern und zum Nicht-Konkreten. Klar kenne ich all die Tipps, mit deren Hilfe ich (angeblich) 1000te von Leser/innen hier versammeln würde.

Auf jeden Fall müsste der Titel dieses Blogartikels griffiger sein, mein „Kanalversprechen“ einlösen, einen ganz ganz klaren Nutzen für Dich versprechen – Ihr kennt diese „Regeln für’s gute Bloggen“.

Könnte ich so tun.

Mach ich aber nicht.

Warum?

Weil ich es nicht wirklich! will.

So einfach ist das.

Und damit bin ich mitten drinnen im Thema: Für mich soll’s rote Rosen regnen – die Königin in mir entdecken und „coachen“. Was braucht’s, damit geschieht, was ich mir wirklich! wünsche?

Und hier und heute mag ich Dich entführen in diese Königinnenergie und bin neugierig auf Deine Kommentare: Was macht für Dich eine Königin aus? Was tut eine Königin – und was lässt sie? Was verbindest Du mit dieser Metapher der Königin und der Roten Rosen? Was spricht das in Dir an?

Wenn ich an die Königin in meinem Inneren Team denke, sie bewundere und bestaune, mit ihr in Kontakt komme und sie interviewe, dann kommen mir solche Ideen:

  • Eine Königin lässt sich sehen und bewundern: Dieser Teil in mir, macht es mir möglich, Ansehen zu erhalten, angesehen zu sein bei Anderen. Das kommt dabei raus, wenn man zu sich steht und sich mit dem zeigt, was man wirklich! mag.
    Und soooo leicht ist das gar nicht: Mich in den Mittelpunkt stellen, mich anschauen lassen und feedback zu bekommen, wie ich auf andere wirke. Da werden Ängste wach, die atemberaubend sein können! Das Königliche ist: ICH entscheide, was von dem feedback wirklich relevant ist für mich und lasse das andere gerne.
  • Eine Königin nimmt sich Raum und entscheidet in aller (hoheitlichen) Ruhe und Gelassenheit, was sie tun wird: Sie tut, was sie wirklich! will und lässt das bleiben, was sie nicht will!
  • Eine Königin ist körperbewusst und „empfängt jeden Schlag ihres Herzens mit Stolz“. Dazu gehört es auch, sich selbst zu verwöhnen und sich das zu erlauben, was man wirklich! gerne macht. Der königlichste aller Glaubenssätze ist vielleicht „Ich darf das!“ oder eben „Ich mach das nicht, weil ich das nicht will!“.
  • Eine Königin zeichnet sich durch ihre Statusflexibilität aus: Sie muss nicht immer die Größte, Schönste und Wichtigste sein, sie muss sich nicht ständig beweisen. Sie ist groß und schön und wichtig und kann deshalb Hingabe und Demut leben. Sie weiß (zumindest so ungefähr!) was in Ihren Schatzkammern ist und kann von dieser übergroßen Fülle weiterschenken.
  • Eine Königin sorgt für „ihr Volk“ für das sie verantwortlich ist: Sie geht mit „ihren Leuten“ in Kontakt, schafft Rapport und sagt was sie sagen will. Sie kann ihre Bedürfnisse und Wünsche ebenso äußern, wie ihre Ideen und Pläne.
  • Gleichzeitig ist das „Königinnensein“ angeboren –  Jede hat diese Innere Königin in sich (klar, sonst wäre es ja keine archetypische Metapher!) – und ich kann diese Königinnenqualität nähren und entwickeln.

Magst Du Dich mit auf den Weg machen und die Königin in Dir entdecken und stärken? Ihr sozusagen Rote Rosen schenken und Deine Wünsche Wirklichkeit werden lassen?

Wie geht es Deiner Inneren Königin, wenn Du das liest? Was sagt sie dazu? Lass es uns lesen: Ich freue mich über eure Kommentare!

Supervision tut gut!

Supervision ist gut für Menschen, die über ihre Arbeit sprechen wollen. Naja: eigentlich über sich in ihrer Arbeit.

Man sollte meinen: Das tut doch jeder sowieso! Das tut man mit Kollegen, mit Freunden, beim Abendessen mit dem Partner. Irgendwie redet man doch ständig über den Job.

Ja. Schon. Aber halt auch nicht wirklich. Oder halt anders…

Was ist denn anders, wenn ich mit meinem Supervisor über meine Arbeit rede?

Ein wesentlicher Punkt ist da schon die Schweigepflicht: Ich kann ja nicht jedem alles über meine Arbeit erzählen. Darf ich halt einfach nicht. Ein Supervisor bindet sich an die Schweigepflicht und so können da die (un)heimlichen Geheimnisse zur Sprache kommen, die ich sonst niemanden erzählen kann. Außer Kollegen, da würde das ja gehen…

Aber das ist ja manchmal ein bisschen kompliziert. Da hat jeder so seine Rolle, da ist so vieles selbst-verständlich (meint man jedenfalls…) und Betriebsblindheit ist ganz normal. Ein Supervisor versteht erst mal gar nichts. Muss er auch nicht. Da muss ich alles erst erklären und erzählen. Das ist zwar manchmal etwas anstrengend, aber andererseits ist das wichtig: Ich muss mir nämlich erst mal selbst über so einiges klar werden, bevor ich es erzählen kann.

Dabei lösen sich manche Probleme schon von alleine.

Und andere Probleme werden klarer. Und das Starke ist: Der Supervisor präsentiert mir dafür keine Lösungen! Wie sollte das auch funktionieren: Er hat ja von der Situation viel weniger Ahnung als ich: Wenn da jemand ein Problem lösen kann, dann bin ich das.

Aber was ein Supervisor wirklich gut kann, ist es gut zuzuhören und „blöde Fragen“ zu stellen – und mir zu erzählen, welche Wirkung das auf ihn hat, was ich ihm erzähle. Oft wird dadurch deutlich, wo der Hase im Pfeffer liegt.

Weil vielleicht ist das, was da knirscht im Getriebe, gar nicht mal mein Problem: Supervisoren schauen immer auf die Wechselwirkungen zwischen dem was der Einzelne tut und dem was in der „Firma“ los ist, in der gearbeitet wird – z.B. darauf, wie das was ich wirklich! will mit meinem Auftrag zusammen passt. Und ob der Auftrag überhaupt so klar ist und ich den überhaupt erfüllen kann – also der Blick auf die Rahmenbedingungen, die mir mein Arbeitgeber zur Verfügung stellt, damit ich meinen Job machen kann.

Supervision ist deshalb keine Privatsache!

Die „Firma“ sitzt immer mit im Boot – egal ob sie mir die Supervision finanziert (was sie tun sollte!) oder nicht. Supervision ist nämlich auch für sie eine Riesenchance: Wenn ich das will, bekommt sie durch die Supervision nämlich jede Menge neuer Informationen, die ihr helfen, besser zu werden.

Und außerdem: Das tut einfach richtig gut! Mit jemanden zusammen meine Arbeit reflektieren und immer mehr das tun, was ich wirklich! will ist unbezahlbar!

8 Wege zum Glück guter Entscheidungen

Es ist mal wieder eine Blogparade, die mich zum Schreiben bringt. Das war eine leichte Entscheidung. Ich habe heute Zeit und eh Lust zum Schreiben – da bietet es sich an, dem Aufruf von Diana Grabowski zu folgen.

Wenn Du spürst, dass Dich etwas in Einklang mit Deinem innersten Wesen bringt, so ist das die richtige Entscheidung (Daniel Hell)

Ich glaube jede Entscheidung hat ein Ziel: Wir Menschen wollen glücklich werden dadurch! Das kann bedeuten, dass ich mich dann wohler fühle in meiner Haut und mich selber spüre. Oder dass ich das verwirkliche was mir wichtig ist und so meine Selbstmächtigkeit erlebe. Vielleicht geht’s auch um Zugehörigkeit, Anerkennung und Wertschätzung.

Das sind gute Motive für gute Entscheidungen. Weiterlesen

Weil ich bunte Vögel liebe. Oder: „Warum“ eigentlich Anderland Supervision & Coaching?

Die Blogparade „Zeig uns das Warum hinter Deinem Business“ von Gordon Schönwälder macht mir Lust und ist mir ein willkommener Anlass, davon zu erzählen, warum ich das tue was ich tue.

Ich bin ja eigentlich kein Blogger und der Blog meiner anderland-Seiten ist technisch auch nicht der ausgefeilteste, Anderland Supervision & Coaching „mein Unternehmen“ zu nennen, fällt mir schon immer noch schwer, denn eigentlich war es „nur“ mein Arbeitstitel für das Projekt als Coach und Supervisorin „anzufangen“.
Und nein: Diese Einschränkungen sind kein Versuch, mich zu verstecken und darauf zu hoffen, dass euer Urteil über diesen Artikel milde ausfällt! Ganz im Gegenteil: Diese Sätze führen schon ziemlich in die Mitte meines „Warum“! Weiterlesen

Herzlich Willkommen im anderland!

Im Anderland ist vieles anders – und manches doch genau so wie überall: In meinem Zettelkasten sammeln sich schlaue Sätze an, Gedankensplitter sind notiert auf Kassenzetteln – und warten auf den Tag, an dem aus ihnen was wird… Und bis dahin, veröffentliche ich sie hier. Mit der Einladung, sie zu kommentieren, die Gedanken weiter zu denken, links einzubringen – und gerne auch Quellenangaben zu ergänzen.

Zunehmend wird dieser Blog zu einem Präsentationsdisplay für das, was in meiner „Werkstatt“ am Entstehen ist: Schauen Sie sich um, werden Sie neugierig und fragen Sie nach!

Und natürlich gibt es auch noch eine statische Seite, auf der ich mein Angebot für systemisch-integrative Supervision, NLP-Coaching und Training ausführlicher vorstelle: www.anderland-supervision.de. Hier können Sie auch gerne meinen Newsletter abonnieren und über aktuelle Veranstaltungen informiert werden. Für die NLP-Seite meiner Arbeit steht www.nlp-bamberg.de.

Und inzwischen, im Januar 2016, wird es mir und meiner Arbeit hier zu eng. Ich fokussiere mich neu und führe, Schritt für Schritt, meine Internetpräsenz zusammen: www.kellner-rauch.de ist als meine „neue“ Seite am Werden. HIer bleibt der Zettelkasten als der dieser einfache wordpress-blog von Anfang gedacht war. Das heißt für Sie: Hier dürfen Sie nach Herzenslust stöbern und gucken und kommentieren.

Ich freue mich über Ihren Besuch in meiner Werkstatt und auf Ihre Anregungen, Nachfragen und Ideen! Und natürlich über Ihre Mail: kellner-rauch@anderland-supervision.de

Übrigens: Meine „Werkstatt“ gibt es seit September 2015 auch im Reallife!