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8 Wege zum Glück guter Entscheidungen

Es ist mal wieder eine Blogparade, die mich zum Schreiben bringt. Das war eine leichte Entscheidung. Ich habe heute Zeit und eh Lust zum Schreiben – da bietet es sich an, dem Aufruf von Diana Grabowski zu folgen.

Wenn Du spürst, dass Dich etwas in Einklang mit Deinem innersten Wesen bringt, so ist das die richtige Entscheidung (Daniel Hell)

Ich glaube jede Entscheidung hat ein Ziel: Wir Menschen wollen glücklich werden dadurch! Das kann bedeuten, dass ich mich dann wohler fühle in meiner Haut und mich selber spüre. Oder dass ich das verwirkliche was mir wichtig ist und so meine Selbstmächtigkeit erlebe. Vielleicht geht’s auch um Zugehörigkeit, Anerkennung und Wertschätzung.

Das sind gute Motive für gute Entscheidungen. Weiterlesen

„dass Auschwitz nie wieder sei“

Das ARD-Video mit dem Kommentar von Anja Reschke zum gestrigen Holocaust-Gedenktag wurde heute auf meiner (privaten) Facebookseite von so vielen so verschiedenen Menschen geteilt, dass es für mich heute mehr als „nur privat“ ist.

Der Kommentar von Anja Reschke beeindruckt mich und berührt mich in meiner Idee vom Anderland. Adornos Diktum „dass Auschwitz nie wieder sei“ als allererste Forderung an Erziehung (und ich möchte ergänzen: an jeden förderlichen Umgang mit Menschen) bewegt mich in meinen verschiedenen Arbeitsbereichen, ist vielleicht sogar meine unbewusst mitlaufende Grundmotivation: Menschen zu unterstützen im Widerstand gegen menschenverachtende Strukturen und Verhaltensweisen; das stete Ringen darum, menschliche Würde und Integrität zu bewahren, zu schützen, im Angesicht diverser „Marktgängigkeit“… 


Ich beziehe meine Identität nicht aus der Scham über die „in ihrer Abartigkeit so einzigartigen“ Verbrechen – wohl aber ist die trauernde Erinnerung an die über 6 Millionen jüdischer Menschen, an die abertausenden Menschen mit Behinderung, die Homosexuellen, die Sinti und Roma, an diese gewaltsam in ihrer wunderbaren Einzigartigkeit und unantastbaren Gültigkeit geschändeten Lebensgeschichten wesentlicher Teil meiner Identität, prägt meine Werte und – so hoffe ich – mein Handeln.

Und das ist (nicht nur) privat.

 

Die Freiheit hat eine Schwester

So manchmal trifft es einen ja so en passant ins Herz: Upps! Da meint was MICH. So ging’s mir mit der Blog-Parade von Andrea Hiltbrunner „Was bedeutet Freiheit für Dich?„. Das ist ein Thema, das mich angeht und mich so manches Mal umtreibt.

Und klar fallen mir da zuerst die Fünf Freiheiten von Virginia Satir ein:

Die Freiheit zu sehen und zu hören was im Moment wirklich da ist, anstatt was sein sollte, gewesen ist oder erst sein wird

Die Freiheit das auszusprechen, was ich wirklich fühle und denke, und nicht das, was von mir erwartet wird

Die Freiheit zu meinen Gefühlen zu stehen, und nicht etwas anderes vorzutäuschen

Die Freiheit um das zu bitten, was ich brauche, anstatt immer erst auf Erlaubnis zu warten

Die Freiheit in eigener Verantwortung Risiken einzugehen, anstatt immer nur auf Nummer sicher zu gehen und nichts Neues zu wagen

Für mich sind das riesengroße Erlaubnisse ungezwungen zu leben, meinen Wahrnehmungen und meiner Intuition zu trauen und das zu tun, was ich wirklich will – und das andere bewusst nicht zu tun! Nichts zu machen, weil „man es halt so macht“. Mich zu riskieren, indem ich Position beziehe. Meine Bedürfnisse formulieren und damit (gut) leben zu können, dass sie nicht befriedigt werden. Mich einengenden Zwängen zu widersetzen, damit ich leben kann, wozu ich gewollt bin.  Weiterlesen